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Starmania war eines der erfolgreichsten, je in Österreich produzierten Fernsehformate. Erstmals wurde die Castingshow vor rund sechs Jahren, im Herbst 2002 im österreischen Rundfunk ausgestrahlt. Mehr als ein halbes Jahrzehnt später hat sich Boris Uran, Finalist der ersten Staffel, zu einem Blick zurück, bereit erklärt . Ein Interview von Simon Schreiber.
Das Online Interview im original Wortlaut: Guten Tag Herr Uran! Vielen Dank, dass sie sich zu diesem Interview bereit erklärt haben.Seit der ersten Staffel von Starmania sind nun rund sechs Jahre vergangen, eine lange Zeit, Zeit für eine Atempause und einen Blick zurück. Wie geht es Ihnen heute, sechs Jahre nach Starmania?
Boris Uran: besser als je zuvor. starmania war definitiv, in der retrospektive betrachtet, eine aufregende erfahrung, da wir ja die ersten waren die sich auf dieses projekt in österreich einliesen...wir wussten also nicht wie groß die ganze sache werden würde...doch das ganze überstieg doch unsere vorstellungskraft, denn niemand, ich glaube nicht mal der orf, erwartete sich so einen enormen hype...alles was danach passierte war mehr wie ein film, surreal und nicht wirklich greifbar...ich hatte ja so meine ups n downs nach der show und lernte kostabre "lifelessons", für die ich sehr dankbar bin...
In Vorbereitung auf dieses Interview habe ich unter anderem den Eintrag auf Wikipedia über ihre Person gelesen. Ich weiß nicht, ob sie diesen kennen. Mich würde jedoch interessieren, ob die dort veröffentlichten Informationen den Tatsachen entsprechen? Wie hat sich ihre Karriere tatsächlich entwickelt?
Boris Uran: der wikipedia eintrag ist ist teilweise korrekt...meine musiksendug play music war für 40 sendungen on air, was mehr als doppelt so viel war als fast alle vorherigen magazine der letzten jahre...und meinen plattenvertrag wurde nicht gekündigt, ich lies mich freistellen, was bedeutet ich wollte zu einer anderen plattenfirma wechseln, unsiversal hatte aber theoretisch noch zwei optionen zu lösen, also entschieden wir in beiderseitiger übereinstimmung uns voneinander zu trennen... ich wollte zu dieser zeit meine eigenen songs veröffentlichen und es gab einfach zu viele künstlerische differenzen... meine band hat mich auch nicht verlassen, wir hatten nur aufgehört live zu spielen, da die meisten veranstalter, einen act wie mich lieber halb playback buchen, das heißt die musik kommt vom band und ich singe live dazu...kommt ihnen billiger und den meisten dieser "hasatler" ist die kust bzw. musik eh egal...traurig aber war...ich wollte einfach nur mehr live spielen, und es gab einfach kaum angebote...deshalb trennten wir uns...
Bei Starmania haben sie den dritten Platz belegt, 2004 haben sie die goldene Romy als beliebtester männlicher Shootingstar erhalten, ebenfalls 2004 wurden sie für den Amadeus Austrian Music Award nominiert. Danach kam es zur Zusammenarbeit mit dem Orf. Beachtenswerte Erfolge und im Grunde die besten Voraussetzungen für eine weitere Karriere. Warum glauben Sie hat es schlussendlich nicht ganz zum absoluten Durchbruch (wenn sie mir diesen Ausdruck erlauben) gereicht? Woran lag es ihrer Meinung?
Boris Uran: zum ersten ist österreich ein sehr kleines land, mit einem extrem unpatriotischem publikum, speziell im fragment der jugendlichen und jungen erwachsenen..., und damit spreche ich nicht für alle, denn man kann schliesslich nicht alle in einen topf werfen, aber für mindestens 75 % der leute... zweitens ist das talent in unserem land definitiv überproportional zu seinem markt... und last but not least, ich habe niemals das getan was eventuell das beste für meine karriere gewesen wäre, sondern immer das was ich auch gespührt und gefühlt habe...wohl der perönlchste grund... Sie legen sehr hohen Wert darauf, korrekt zitiert beziehungsweise wiedergegeben zu werden. Gründet sich diese (berechtigte) Vorsicht auf schlechte Erfahrungen? Was halten sie generell von Medien? Wie waren sie mit der Berichterstattung über ihre Person zufrieden?
Boris Uran: medien sind gefährlich, nicht nur wenn man von ihnen zerrissen wird...sie kontrollieren einen großen teil unseres denkens, weil fälschlicher weise, alles was in der zeitung steht als die definitive unfehlbare wahrheit fehlinterpretiert wird...
Nichts im Leben ist nur schwarz oder nur weiß. Mit dem oftmals nötigen Abstand. Was sind Ihre positivsten und negativsten Erinnerungen, die sie aus der "Starmania Zeit" mitgenommen haben?
Boris Uran: die erfahrungen, die man macht wenn man jede woche vor einem millionenpublikum singt, die arbeit mit den besten musikern unseres landes...die tournee, und das singen vor einem großen lifepublkum, das aufnehmen und arbeiten im tonstudio, das waren sicher mehr als positive erfahrungen... natürlich gibt es auch schatten seiten, überall wo viel sonne ist , ist auch viel schatten, aber was solls, nach einem sonnenbrand ist der schatten auch ganz wichtig um wieder "abzukühlen"...
Sie waren Musiker mit Herz und Blut. Hat sich das im Laufe der Zeit geändert? Machen Sie noch Musik, wenn ja, in welcher Form und gibt es eventuell konkrete Pläne für die Zukunft, wenn ja, um welche handelt es sich?
Boris Uran: ich bin nun schon seid acht monaten in indosien und singe in einer internationalen band...genieße meine unabhängigkeit, und die tatsache wieder als professioneller musiker zu arbeiten...plus, ich schreibe und produziere meine eigene musik um einen kreativen output zu haben...für die zukunft wünsche ich mir selbst nur gesundheit, und das ich weiterhin glücklich mit der musik bin, und somit andere auch glücklich machen kann...
Nach ihrer Angabe zufolge befinden sie sich im Moment in Jakarta, Indonesien. Gibt es dafür spezielle Gründe? Haben sie Österreich gar für immer den Rücken gekehrt?
Boris Uran: nein, ich liebe österreich, und vermisse natürlich meine heimat, freunde und meine familie...aber momentan lebe und musiziere ich hier, und das passt mir ganz gut...
Man liest und hört wie rau die Musiklandschaft sein kann. Wie haben sie die "großen" österreichischen Muisklabels erlebt? Was würden Sie jungen Nachwuchsmusiker von heute raten?
Boris Uran: gründet euer eigenes label, oder veröffentlicht eure musik einfach über internetplattformen wie myspace oder dergleichen, bis es dazu kommt das ihr gehört werdet und die zu euch kommen, dann seid ihr die die am längeren ast sitzen, und ihr reduzeirt somit die wahrscheinlichkeit über den tisch gezogen zu werden...obwohl ich, nur um nicht fehlinterpretiert zu werden, sagen muss, dass der orf und meine plattenfirma universal österreich, mehr als korrekt zu fast allen von uns waren...
Für die folgenden Blitzfragen bitte ich um eine kurze Antwort: Halten sie noch Kontakt zu Arabella Kiesbauer? Boris Uran: nein
Würden sie einer Dancing-Star Teilnahme zu bzw. absagen? Boris Uran: ich mag tanz, und wärme langsam aber doch auf mit dieser kunstform...aber dancingstars, ich weiss nicht...
Sie, als Kärntner, kennen sie Jörg Haider persönlich? Boris Uran: ja, und ich bin kein supporter...
Hat sich Starmania finanziell gelohnt? Boris Uran: ja, für mich und das finanzamt...
Könnten sie die Zeit zurück drehen, würden sie sich noch einmal für Starmania bewerben? Boris Uran: nein, aber das heißt nicht das ich es bereuhe...
Freuen sie sich auf die Europameisterschaft 2008 in Österreich? Boris Uran: ja sehr, ich hoffe auf zwei wochen nach wien zu kommen während dem event...
Mit dem Blick zurück, gibt es etwas, dass sie der Öffentlichkeit schon immer sagen wollten? Wenn ja, was könnte das sein?
Boris Uran: jammern machts ned besser... Vielen Dank für Ihre Zeit Herr Uran. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft! Nochmals herzlichen Dank für dieses Interview. Auf Wiedersehen!
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